Messekommunikation

Fachmessen müssen sich messen lassen

Für Unternehmen ist eine Messeteilnahme eine sinnvolle Investition in Marke und Zielgruppe. Vor allem, wenn man bedenkt, dass auf Fachmessen in der Regel etwa die Hälfte des Publikums aus Fachbesuchern besteht: Kunden und solche, die es werden sollen, Branchenkenner, Geschäftspartner, Fachjournalisten. Die maßgeblichen Ziele einer Messebeteiligung sind nach wie vor die Kontaktpflege mit Stammkunden, das Gewinnen von Neukunden und die Steigerung der Bekanntheit des eigenen Unternehmens. Außerdem werden Messen als Recruitment-Plattformen immer wichtiger. Eine gute Fachmesse unterstützt die Aussteller dabei, diese Ziele und ihre Zielgruppe zu erreichen. Sie hilft Erlebnisse zu schaffen, die nachhaltig wirken.

Ein Messeauftritt auf einer Fachmesse ist heutzutage weit mehr als ein Stand mit Theke, Besprechungstisch, Elektro- und Wasseranschluss. In digitalen Zeiten sind die Erwartungen der Besucher hoch. Sie schätzen einerseits weiterhin das persönliche Gespräch und möchten andererseits das ganze Programm an Kommunikationsmöglichkeiten rund um die Messe digital zur Verfügung haben. Die Voraussetzungen hierfür sollte der Veranstalter schaffen. Dies gilt im Übrigen nicht nur für den nationalen oder europäischen Markt, sondern weltweit. Aus diesem Grund ist es als Aussteller wichtig, bereits vor Messen von den jeweiligen Veranstaltern Informationen zu erhalten, wie eine Fachmesse in den Zielmärkten für die eigene Marke genutzt werden kann.

Kommunikation und Vernetzung auf allen Ebenen, digital wie analog, ist das Gebot der Stunde. Die Veranstalter von Fachmessen tun gut daran, auf diese Wünsche der Aussteller und Besucher zu reagieren. Ticketregistrierung auch auf der Webseite des Ausstellers – etwa um mehr über die Messebesucher am Stand zu erfahren -, ist da nur eine der möglichen Neuerungen. Digitale Kampagnen, die sich am Customers Journey orientieren und die vor, während und nach der Messe greifen, eine zweite. Die Nachbereitung einer Fachmesse mit effizienter Erfassung und Analyse relevanter Erkenntnisse – alles unter Wahrung des Datenschutzes -, eine dritte. Der Einbindung von Social Media in das Kommunikationskonzept des Veranstalters dürfte inzwischen bei den meisten Messen eine angemessene Rolle zukommen.

Haben Besucher vor, während oder nach einer Fachmesse Fragen zu einem Aussteller und dessen Produkten, muss der jeweilige Veranstalter dafür Sorge tragen, dass diese Anfragen kompetent, serviceorientiert und zufriedenstellend beantwortet werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass ein Aussteller einen potentiellen Kunden gar nicht erst erreicht und damit ein Lead verloren geht. Die Zahl der Aussteller, die digitale Tools für Leadmanagement und Matchmaking nutzen, nimmt zu. Besonders, wenn Messeauftritt und Messekommunikation komplex konzipiert sind. In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, einen potentiellen Lead digital zu erfassen und nach der Messe nach bestimmten, vorab definierten Kriterien zu überprüfen. Das handschriftliche Ausfüllen von Kontaktformularen auf einer Fachmesse gehört damit der Vergangenheit an. Die kompetenten Mitarbeiter am Stand können sich damit ganz auf ihre Besucher, Marketing und Vertrieb bei der Nachbereitung der Messe ganz auf ihre Kernaufgabe konzentrieren.

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