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Messearchitektur

Im Gespräch: Kusch+Co zur Orgatec 2018

Kusch+Co stellt seit sechs Jahren erstmals wieder auf der Orgatec in Köln aus.
Wir von imb: Troschke haben dies zum Anlass genommen, mit Tommy Rube, Ressortleiter Marketing bei Kusch+Co, über Marke und Markenführung auf Messen, über Wirkung und Botschaft am Messestand zu sprechen.

#Herr Rube, in welchen Märkten agiert Kusch+Co?

Tommy Rube: Wir decken das Feld „Objektmöbel“ ab. Seit ein paar Jahren konzentrieren wir uns ganz gezielt auf drei spezielle Marktsegmente: Segment Eins ist das Gesundheitswesen oder wie man heute sagt – „Health“. Das zweite Segment ist „Transport“. Hier statten wir vor allem Flughäfen, aber auch Kreuzfahrtterminals und Bahnhöfe mit Objektmöbeln aus. Unser drittes Marktsegment ist „Office“, wobei Büroausstattung mehr ist als Arbeitsplatz mit Drehstuhl. Hier geht es um Konferenz-, Pausen- oder Meetingräume, ja auch um die sogenannten Break-Out-Areas. Es geht um Empfangs-, Foyer- und Seminarbereiche.

Isabel Häffner: Für Messen heißt das, es müssen sehr unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden, sodass die Messearchitektur für jede Veranstaltung ein angepasstes Standkonzept erfordert.

#Was macht Kusch+Co aus?

Tommy Rube: Wir sind ein Familienunternehmen in der dritten Generation, seit 80 Jahren am Markt. Die Präsenz von zwei Generationen einer Familie in einem Unternehmen ist heutzutage etwas Besonderes. Bei uns ist es gelebte Realität, genauso wie der persönliche Kontakt, den die Familie mit den Mitarbeitern pflegt und die Offenheit gegenüber den Partnern, mit denen wir zusammenarbeiten.

Isabel Häffner: Die Herausforderung am Messestand ist, dass diese Kultur des Vertrauens und die Werte, die das Unternehmen nach innen und außen vertritt, sichtbar werden.

#Warum wieder auf die Orgatec ?

Tommy Rube: Die Orgatec war in diesem Jahr für uns interessanter als in den Jahren zuvor. Neben neuen Produkten wollten wir der Branche die Neuigkeiten rund um unser Unternehmen und unseren Markenauftritt vorstellen. Dafür bot sie sich als wichtigste internationale Leitmesse rund um moderne Arbeitswelten geradezu an.

#Welche Produktneuheiten haben Sie auf der Orgatec vorgestellt?

Tommy Rube: Wir haben in diesem Jahr drei Neuentwicklungen präsentiert: das Tischsystem Creva desk und unsere neue Soft Seating-Lösung Creva soft, beides Entwürfe von kaschkasch, einem jungen Designteam aus Köln. Dazu ein neuer Holz-Stuhl, Embla, entwickelt von Antonio Scaffidi aus Dänemark. Die neuen Kollektionen haben wir auf der Messe mit Bekanntem aus unserem Portfolio sinnvoll kombiniert.
#Was macht die Besonderheit der Soft Seating-Produkte aus?

Tommy Rube: Creva soft ist ein komfortables Sitzmöbelsystem. Es ist ein Baukastensystem, das ganz flexibel auf individuelle Bedürfnisse hin gebaut werden kann. Man kann mit diesen Objektmöbeln Bereiche abschotten, in denen vertrauliche Gespräche geführt werden sollen oder Ruhe gewünscht ist, und Bereiche öffnen, wo Offenheit, Freiraum benötigt wird.
Das Tischsystem Creva desk ist so gestaltet, dass es zu Creva soft sinnvoll ergänzt und in Kombination eingesetzt werden kann.

Neben Flexibilität und Ergonomie ist auch der Nutzen und die Funktion von Möbeln inzwischen für unsere Kunden enorm wichtig. Hier spreche ich vor allem von einer Elektrifizierung der Möbel. Creva soft zum Beispiel verfügt nach Wunsch über USB-Ports und Steckdosen.
Um diesen zusätzlichen Nutzen in den Möbeln bieten zu können, müssen wir zusätzliche Richtlinien und Vorgaben für elektrische Einbauten einhalten. Aber das ist die Zukunft!

Isabel Häffner: Mit diesen neuen Produkten wird deutlich, wie Kusch+Co auf die Veränderungen der Arbeitswelt reagiert. Diesen Wandel zu begleiten ist für uns Antrieb und Herausforderung. Indem wir die Ziele gemeinsam definieren und kreative Ansätze ausloten, entwickelt sich die Markenarchitektur Schritt für Schritt.

#Kusch+Co Im Wandel?

Tommy Rube: Wir haben in den letzten Jahren firmenintern immer wieder darüber diskutiert, unser Firmenlogo zu ändern. Doch es war klar, dass es nicht bei einer reinen Änderung des Corporate Designs bleiben dürfte, sondern dass es vielmehr um die Corporate Identity gehen würde. Es sollte ein großer Wurf werden, bei dem wir als Unternehmen definieren müssen: Woher kommen wir? Wohin wollen wir gehen? Was ist unsere Vision? Wofür stehen wir? Welche Werte sind uns wichtig?

Isabel Häffner: Uns muss es gelingen die Corporate Identity authentisch in die 3. Dimension zu transportieren und spürbar werden zu lassen. Die Marke muss erlebbar sein, der Anspruch an Qualität und Präzision in den Details erkennbar sein.

#Reden wir über Ihren Claim „shaping the way we sit“

Durch die intensive Beschäftigung mit uns und unserem Markenkern haben wir unsere Markenwerte „aufmerksam“, „mutig“ und „präzise“ entdeckt und unsere neue Markenvision definiert. Wir verstehen uns als diejenigen, die das Sitzen und seine Gelegenheiten immer wieder ein Stück neu erfinden: Das ist unser Antrieb – Tag für Tag. In einem Satz: shaping the way we sit.

#Was hat das neue CI von Kusch+Co für das Standkonzept der Orgatec bedeutet?

Tommy Rube: Wir wollten auf der Orgatec die Emotionalität unserer Produkte zeigen, denn auch diese gehört zu unserer Corporate Identity. Wir wollten die Botschaft transportieren, dass wir „Lösungen mit Seele“ kreieren und anbieten. Deshalb haben wir Menschen und ihre individuelle Art, auf einem unserer Stühle zu sitzen, präsentiert. Emotionale Bilder sollten den Stand prägen – und das ist gelungen. Uns war vor der Messe schon klar, dass die ganze Branche auf uns schauen würde: zum einen, weil wir zweimal nicht teilgenommen haben und zum anderen, weil viele gespannt waren auf das Neue. Die Botschaft sollte deshalb auch sein: Kusch+Co is back!

Das Gespräch führte Elke Kaltenschnee

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Einblicke

Präzises Projektmanagement zur Frankfurter Buchmesse

„Wir sind in der 4.2 fertig und gehen jetzt in die 5.1“, sagt Benjamin Bartl. Dann schiebt er die orangefarbene Schultertasche nach hinten, zieht mit dem Fuß das rechte Pedal nach oben, tritt an und fährt auf seinem silbernen Klapprad aus der Halle 4.2 hinaus. Der große bärtige Mann gehört zum 20-köpfigen imb: troschke-Team, das in diesem Jahr erneut den Aufbau der Messestände für die Frankfurter Buchmesse stemmt.

In den Hallen riecht es nach Holzstaub und Kleber. Nach Putzmittel und den Abgasen der Gabelstapler. Laut ist es auch. Hier kniet ein Monteur über einer Säge, um eine Leiste zuzuschneiden, dort kleben zwei andere Wände ein. Ein Team lässt sich bei der Arbeit von Musik begleiten. Aus dem Radio quäkt heiser Phil Collins. Mit großem Geschick umfahren Staplerfahrer Stände und Palletten, mannshohe Stapel eingeschweißter Sitzbänke und nicht zuletzt die konzentriert arbeitenden Messebauer in ihren schwarzen T-Shirts mit dem imb: troschke-Logo. Sie fahren das Material an, das die Aufbautrupps brauchen. Für Außenstehende mag das alles wie ein großes Durcheinander wirken, doch der Aufbau folgt einer eng getakteten, ausgeklügelten Logik.

Bevor die Messestände aufgebaut werden können, müssen erst einmal die Teppichböden am Stand verlegt sein. Danach ist imb: troschke dran. Insgesamt drei Tage haben die Teams Zeit, um auf zehn Hallenebenen tausende Stände zu errichten. Erst wenn diese Drei-Tages-Frist verstrichen ist, dürfen all jene Verlage, die mit einem eigenen Stand vertreten sind, loslegen.

Die Trupps errichten Systemstände aus Einzelwänden und anderen Teilen, wie zum Beispiel Sitzbänke und Deckenrahmen. Ein schmaler älterer Mann trägt eine Systemwand in einer der weitläufigen Hallen zu seinen Kollegen. „Darf ich die mal hochheben“, frage ich und habe sie, obwohl der Schmale ein zweifelndes Gesicht macht und zögert, schon an beiden Seiten gepackt. Ich gehe leicht in die Knie, ziehe den Bauch ein und hebe das unhandliche Teil mit großer Mühe nur wenige Zentimeter vom Boden ab. „Respekt“, sage ich. „Ganz schön schwer.“ Die Männer lachen breit.

Die internationale Messe mit ihren mehr als 7100 Ausstellern auf knapp 170.000 Quadratmeter Fläche und über 400.000 Titeln ist für das mittelständische Unternehmen ein großes Projekt.

Möglich wird diese logistische Meisterleistung unter anderem durch das gut eingespielte imb: troschke-Stammteam, das vor Ort die Arbeiten koordiniert, beaufsichtigt und anschließend kontrolliert. Nicht nur Benjamin, sondern auch Horst Reis, Wladimir Hamburg und Karl Reis sind dazu mit dem Fahrrad – oder dem Roller – in den Messehallen unterwegs.

„Wir müssen versuchen, in den ersten drei Aufbautagen so viel wie möglich zu schaffen. Im Moment sind – bis auf die Maler, die Elektriker und die Teppichleger – nur unsere eigenen Leute in den Hallen. Später wird das Durchkommen schwieriger und alles dauert entsprechend länger“, sagt Wladimir. Er arbeitet seit 10 Jahren bei imb: troschke und koordiniert, genau wie Karl, welcher Aufbautrupp wo eingesetzt wird und stellt sicher, dass das benötigte Material zeitgleich mit den Monteuren am jeweiligen Standort ist.


Auch in Halle 3.1 ist der Aufbau nun abgeschlossen. Elektriker verlegen Stromschienen, kümmern sich um Licht und Stromversorgung am Stand. Mit einem großen Baumwollmopp reinigt eine ältere Frau die Außenwand eines Standes, gleich um die Ecke wischt ein Mann dessen Inneres. Paul Bege, der sich bei imb: troschke als Ferienjobber Geld verdient, kontrolliert den Aufbau und markiert auf einem Plan genau, wo noch einmal nachgearbeitet werden muss. Karl Reis zieht einen Ordner aus seiner Schultertasche und schlägt ihn auf. Dann greift er zum Telefon und sagt: „Wir sind hier fertig. Wir machen jetzt in Halle 3.0 weiter.“ Er blickt auf, lacht freundlich und radelt auf seinem Klapprad davon.

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Messekommunikation

Raus aus dem Einerlei!

Langeweile, Monotonie, Einheitsbrei: Nicht mit uns.
Beige: Nicht unsere Farbe.
„Haben wir schon immer so gemacht“: Kommt in unserem Wortschatz nicht vor.

Neues entsteht, indem man sich aus der Konformität traut. In eine andere Richtung schaut, als die anderen. Unbeschrittene Wege geht. Querdenkt. Das gilt auch für Messen und Messestände. Selbst auf einer Fläche von gerade mal vier Quadratmetern lassen sich Inhalte und Ideen kreativ ausbreiten. Das wissen wir von imb: troschke aus Erfahrung. Man muss nur Mut haben.

In der neuen Ausstellung in unserem Firmensitz beleuchten wir die Themen „Messe“ und „Marke“. Intensiv und hintergründig von allen Seiten. Wir kombinieren Dinge, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Wir spielen mit Trends statt uns ihnen zu beugen Deshalb: Ja, der Hund ist „100% vegan“ und wenn ein Kunde einen veganen Messeauftritt möchte, dann bauen wir einen. Augenzwinkernd. Hundertprozentig! Wir halten die Versprechen, die wir unseren Kunden geben.

„Oh my goodness“ ruft geflasht, wer die Diskokugeln sieht und nimmt sich vor, bald wieder einmal bis spät in die Nacht zu tanzen. Der Blick in den Spiegel wiederum offenbart jedem etwas Anderes. Und doch immer sich selbst. Bei diesem Spiel mit dem Ich geht es uns um Selbst- und Fremdwahrnehmung. Stimmt das Bild, das ein Kunde von sich hat, mit dem überein, wie er wirklich ist? Wie wir ihn sehen? Wie er sich auf einer Messe präsentieren möchte?

Alles „llov llot“, finden wir. Die Übersetzung für rätselnde Betrachter: „Voll toll“! Begeisterung gehört schließlich immer zu unserer Arbeit. Genau wie zufriedene Kunden. „Shine bright!“
#rausausdemeinerlei #shinebright #llovllot #messe #marke #mut #imbtroschke

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Einblicke

Wabi- Sabi – die Kunst des Unperfekten

Cleanness, Shabby Chic, Minimalismus, Stilmix, Natürlichkeit: Den einzig wahren Trend gibt es nicht, finden wir von imb: troschke. In diesem Jahr bekommen all diese Strömungen noch dazu Konkurrenz von Wabi-Sabi, einem inspirierenden Einrichtungstrend aus Japan. Er hat es anders als Hygge noch nicht in den Duden geschafft und bezeichnet auf den Punkt gebracht die Ästhetik des Unfertigen.

Die Schönheit des Unvollkommenen wird in den Blick genommen. Sichtbeton ist zum Beispiel ein Designelement des Wabi-Sabi. Zum Wunsch, anderes sein zu wollen, gesellt sich Geradlinigkeit, Schnörkellosigkeit und damit auch der Verzicht auf Überflüssiges.
Es geht um das, was man braucht, nicht darum, wie viel man bekommen kann. Es geht um Sein statt um Luxus. Es geht um Authentizität statt Dekoration. Damit bleibt Raum für die eigene Kreativität, fort vom Materiellen. Fehler, Macken, Brüche werden nicht verschwiegen, sondern offengelegt. Räume und die Dinge, die einen umgeben, dürfen unperfekt sein. Im Glas von Vasen dürfen Blasen eingeschlossen sein. Holz darf Astlöcher und Naturstein Patina haben. Mit all diesen Wesensmerkmalen des Wabi-Sabi, die auf Nachhaltigkeit und Gelassenheit verweisen, verändert sich auch die Idee dessen, was als „schön“ gilt, grundlegend.

Wir von imb: troschke suchen immer wieder neue Ideen abseits des Perfekten, sehen das Unfertige nicht als Bedrohung, sondern vielmehr als Möglichkeit, unserer Gestaltungskraft freien Lauf zu lassen. Unsere Kunden schätzen diese Offenheit Neuem gegenüber. Vor allem unsere langjährigen Partner wissen, dass wir bereit sind, Veränderungen in ihrem Unternehmen auch auf Messeebene engagiert zu begleiten. Ganz gleich, ob die Reise von Cleanness zu Shabby Chic führt oder von Opulenz zu angesagtem Wabi-Sabi geht.

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Inspirationen

Wie Kreative eine Stadt retten

Etwa fünf Kilometer lang, knapp 337 Hektar groß, gegenüber der Nantaiser Altstadt liegt sie mitten in der Loire, die Île de Nantes. Vor einer Generation wurden dort noch Schiffe gebaut, Konserven befüllt und Bananen gereift. Als die letzte Schiffswerft 1987 geschlossen wurde, lag das einst prosperierende Nantes wirtschaftlich am Boden, die Insel war Heimstatt von Industriebrachen.

Zwei Jahre später wurde Jean-Marc Ayrault Oberbürgermeister von Nantes und machte sich daran, stadtplanerische Visionen umzusetzen. Die Leitgedanken: Nachhaltigkeit, viel Raum für Kultur, innovative Ideen und durchdachte, der Zukunft zugewandte Maßnahmen. Damit wollte Ayrault unter anderem einer Besonderheit in seiner Stadt entgegenwirken: der höchsten Arbeitslosigkeits- und Alkoholikerrate in ganz Frankreich.
30 Jahre später lässt sich ganz klar sagen: Die Vision greift. Überall ist Aufbruch. „Die Kreativen haben die Stadt gerettet“, sagen die Nantais zu Recht. Nantes ist inzwischen eine der lebenswertesten Metropolen Frankreichs.

Das Herzstück der Stadterneuerung, die Île de Nantes, wurde dabei nicht in einer Radikalkur umgewandelt, sondern wird seit Jahrzehnten nach und nach revitalisiert und behutsam – in Einzelprojekten, immer im Dialog mit der Öffentlichkeit – als neues Quartier in die Stadt integriert.

Dieses Verfahren, das im nachfolgenden Artikel im Detail beschrieben ist, gefällt uns. Auch weil Vision, Mut und Transparenz unser Handeln als Messebauunternehmen definieren. Weil wir – genau wie die Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner in Nantes – Nachhaltigkeit, Kreativität und Offenheit als Basis für unsere Arbeit begreifen. Im Mittelpunkt immer der Mensch.

Umbau der Ile de Nantes Stadterneuerung

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Messekommunikation

Zeit ist kostbar

Einen Messestand zu planen und bauen kostet Zeit. Viel muss bedacht und entschieden werden – und das auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Unzählige Fragen sind zu beantworten: Welches didaktische Konzept soll dem Messestand zugrunde liegen? Welches Design passt am besten zum Markenkern? Welche Materialien, welche Farben, welche Attribute? Ist eine Sitzecke für Kundengespräche sinnvoll oder ist eine Theke besser – und falls ja, wo ist sie am besten untergebracht? Wo soll der Elektroanschluss hin? Welche Vorschriften sind zu beachten? Welche Ansprechpartner sind wofür zuständig? Wann wird auf-, wann abgebaut? Was geschieht mit dem Stand nach der Messe? Welche Extras werden für die Kundenberater am Stand benötigt?

Nicht unsere Kunden, sondern wir kümmern uns um alle Antworten und setzen sie um. Wir legen höchsten Wert auf gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Wir wollen deren Wünsche möglichst passgenau erfüllen. Unser Vorteil: Als eines der wenigen Messebau-Unternehmen vereinen wir Architektur, Produktion und Lagermanagement unter einem Dach. Unsere Kunden haben bei imb: troschke nur einen einzigen Ansprechpartner für alle Bereiche eines Messeauftritts.
Wir von imb: troschke möchten Ihnen die Zeit schenken, sich auf das wirklich Wichtige zu konzentrieren – auf entspannte Gespräche mit Besuchern am Stand.

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Einblicke

Im Gespräch: Was macht Digitalisierung mit Marken?

Facebook, Twitter, LinkedIn. Mobile Messe-Apps und Big Data Software:
Was macht Digitalisierung mit Marken? Ein Gespräch mit Anna-Lena Heukrodt, Duale Studentin der DHBW Mannheim

Anna-Lena, bevor wir in das Thema Digitalisierung in Bezug auf Marken einsteigen, möchte ich Ihnen eine grundsätzliche Frage stellen: „Was ist das überhaupt eine Marke?
Das ist eine wirklich gute Frage. Marke, das ist das große Ganze eines Unternehmens, bei Weitem nicht nur der Firmenname. Meiner Meinung nach gehören dazu neben dem Corporate Design, wie Farben, Schriften und Logo auch die Unternehmensphilosophie und die Mitarbeiter. Besonders durch die Kommunikation nach außen und auch nach innen wird über die Persönlichkeiten der Mitarbeiter die Marke greifbar. Im Großen und Ganzen eben das Erscheinungsbild des Unternehmens. Viele denken z.B. bei Adidas nur das eine Produkt, einen Fußballschuh oder Sportklamotten. Doch hinter der Marke und dem Unternehmen steckt häufig noch viel mehr, wie z. B. soziale Projekte. Genau so habe ich das Unternehmen imb: troschke auch kennen gelernt.

Ist eine Marke etwas Fixes, Unveränderliches, das einmal definiert wird und dann immer gleich bleibt?
Eigentlich müsste ein Unternehmen einmal im Jahr analysieren, was die eigene Marke ausmacht. Schauen, wo man steht und den eigenen Standpunkt bestimmen. Das heißt nicht, dass sich ein Unternehmen jedes Jahr neu erfinden muss. Eine Marke sollte sich klar und wiedererkennbar positionieren. Aber wenn sich zum Beispiel die Geschäftsfelder ändern, etwa ein Messebauer sein Leistungsspektrum erweitert und nun auch Ladenbau anbietet, muss auch die Marke selbst sich ändern. Das Unternehmen muss die Änderungen außerdem nach außen und innen kommunizieren. Dabei sollte eine Marke nichts versprechen, was das Unternehmen nicht halten kann, sondern auch im Marketing nur Dinge verbreiten, zu denen das Unternehmen auch steht. Im Grunde genauso, wie imb: troschke es handhabt.

Was ist mit dem Markenkern – ändert er sich, wenn das Leistungsspektrum erweitert oder verengt wird?
Nein, der sollte gleich bleiben. Das ist ja schließlich die Grundphilosophie eines Unternehmens: Welchen Wert messen wir als Unternehmen Qualität zu, für welche Werte stehen wir, woher kommen die Produkte, die wir verwenden? Im Falle von imb: Troschke wäre das zum Beispiel die Frage, woher beziehen wir das Holz, das in der Werkstatt verbaut wird.
Marke, Markenkern und auch Veränderungen sollten im Übrigen nicht nur über die Kommunikation auf der Firmenwebsite stattfinden. Es sollten auch andere Kanäle bespielt werden.

Damit sind wir schon mittendrin im Digitalen. Welche Kanäle nutzen Unternehmen heutzutage, um ihre Marke und ihren Markenkern zu kommunizieren?
Hier kommt das Online-Marketing ins Spiel. Ich halte nach wie vor die Firmenwebsite für eine wichtige Kommunikationsplattform, doch auch Social Media Kanäle wie Facebook, Twitter oder Instagram, berufliche Netzwerke wie Xing oder LinkedIn sind von Bedeutung. Darüber hinaus gibt es noch YouTube oder Videos als Möglichkeiten der Kommunikation, aber das ist natürlich auch eine Kostenfrage. Ich denke, bei den jüngeren Generationen sind diese Plattformen sogar wichtiger als eine Firmenwebsite – sie holen sich ihre Informationen über andere Wege.
Für imb: troschke ist eine der wichtigsten Kommunikationsplattformen unser Blog. Hier werden Themen und Neuigkeiten gebündelt und zu den Social Media Kanälen verlinkt. Der Blog ist sozusagen unsere Medienzentrale.

Digitale Präsenz ist auch eine Frage der Manpower…

Ja, denn digitale Kanäle müssen regelmäßig gepflegt werden. Da ist es oft sinnvoller zu schauen, welches Medium passt zu einer Marke, um dann ganz gezielt zwei oder drei Kanäle zu bespielen. Wir bei imb: troschke schauen in Sachen Social Media genau, was können wir leisten und was nicht. Es ist wichtig, dass die Maßnahmen im Online-Marketing durchdacht sind. Was glauben Sie, was passiert, wenn seit Wochen oder Monaten keine Aktivität mehr auf den Social Media Kanälen stattfindet? – Dann wird es für viele Follower langweilig. Andererseits müssen Beiträge auch durchdacht werden bezüglich Zeitpunkt, Thema und Zielgruppe. Von der Schnelllebigkeit des Internets darf man sich nicht aufs Glatteis führen lassen.

Also muss jede Marke gar nicht alle Kanäle bespielen, um in Zukunft digital Schritt zu halten?

Es geht gar nicht darum, überall präsent zu sein. Das muss selbst in Zeiten der Digitalisierung nicht sein. Es gibt auch Gegentrends. Mymuesli hat zuerst individuell zusammengestellte Müslis über einen Onlineshop an seine Kunden versandt. Inzwischen gibt es Mymuesli-Läden in der realen Welt. Amazon, der Online-Versand-Konzern, eröffnet ebenfalls Ladengeschäfte – auch wenn diese mit neuen Konzepten ausgestattet sind. Diese Gegentrends finde ich sehr interessant.

Sprechen wir über Digitalisierung und Marken auf Messen. Werden sich Marken bald nur noch auf virtuellen Messen präsentieren?

Das halte ich für unwahrscheinlich. Klar gibt es inzwischen virtuelle Messen und ja, sie sind eine Konkurrenz zu den realen. Aber ich kann mir dennoch nicht vorstellen, dass es die Frankfurter Buchmesse in 10 Jahren nicht mehr gibt. Man will doch als Besucher Bücher anfassen, durchblättern, Kontakt aufnehmen. All das bieten virtuelle Messen nicht. Man braucht doch die Face-to-face-Kommunikation, will Mimik und Gestik des Gesprächspartners sehen. Das geht an einem virtuellen Stand nicht, gibt wahrscheinlich dennoch dem Messebauer die Möglichkeit diesen Trend zu begleiten.

Trotzdem macht die Digitalisierung auch vor der Messebranche nicht Halt.
Es hat sich schon viel gewandelt. Von der Online-Anmeldung über Tickets, die man sich aufs Handy laden kann, freies W-LAN bis hin zu Apps, die Aussteller und Besucher bei der Vorbereitung, während der Messe und bei der Nachbereitung unterstützen. Auch im Hintergrund – nicht sichtbar für die Besucher – sind Prozesse digitalisiert. Doch all diese Veränderungen führen dennoch zu einer realen Messe. Man sieht sich in echt.

Wenn Marken und Messen digitaler werden, was heißt das für imb: troschke?
Es ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance. Vielleicht muss die Unterstützung der Kunden im Vorfeld einer Messe digitaler werden. Doch nicht nur wir erreichen unsere Kunden in Zukunft anders als in einer rein analogen Welt, auch das Verhalten von Kunden hat sich verändert. Heutzutage kommt man durch das Internet einfacher und schneller an Informationen. Damit ist ein potentieller Kunde auf der einen Seite möglicherweise besser informiert als früher. Zugleich gibt es auch eine größere Quantität an Information und größere Vielfalt. Damit wird es für einen potenziellen Kunden schwieriger, wirkliche Qualität zu erkennen und tragfähige Entscheidungen zu treffen. Da können wir von imb: Troschke mit unserer Expertise beraten und punkten. Man muss einen Kunden, der auf der Suche nach einem zuverlässigen Messebaupartner ist, ansprechen, bevor er den nächsten Link anklickt. Im Internet, beim ersten Kontakt finden Entscheidungen innerhalb von Sekunden statt. An diesem Punkt müssen wir unsere Zielgruppe ansprechen.

Rein digital wird Messebau auch in der Zukunft nicht funktionieren…
Das geht gar nicht. Architekten entwerfen Standpläne und müssen sie mit den Kunden abstimmen. Da geht es um Farben und Formen, um Strukturen und Stoffe. Um Haptik und Design. Da reicht es nicht aus, wenn Isabel Häffner, eine unserer Architektinnen, lediglich E-Mails mit einem Kunden austauscht oder nur mit ihm telefoniert.

Worin sehen Sie – digital betrachtet – die Chancen für eine Marke wie imb: troschke?
Markenführung wird durch die Digitalisierung komplexer, aber auch transparenter. Es kann eine Chance sein, Prozesse zu verbessern und auf eine andere Weise mit Kunden in Kontakt zu treten. Schauen Sie sich nur unseren Blog an. Hier ermöglichen wir als Unternehmen den Besuchern unserer Website digitale Einblicke in die Marke imb: troschke und in das wofür wir stehen. Ein Blick hinter die Fassade sozusagen. Wir zeigen, wie wir arbeiten, und sagen: So sind wir. Wir stärken unsere Marke durch den Blog. Über diesen digitalen Einblick entsteht idealerweise ein realer Kontakt. Jemand ruft an und sagt: „Ich bin neugierig geworden: Ich denke, wir passen zusammen. Treffen wir uns doch mal auf einen Kaffee.“
Im Übrigen gibt es ja auch jede Menge digitale Veränderungen in Unternehmen, die man als Außenstehender gar nicht sieht, die aber eng mit der Marke verknüpft sind. Nach außen dringt das, was die Marketingabteilung an Positivem über eine Marke kommunizieren will: Wir sind innovativ. Wir handeln zukunftsorientiert. Wir sind vertrauenswürdig. Wir sind seriös. Aber wie im Inneren eines Unternehmens Prozesse digitalisiert werden, das wird Außenstehenden nicht gezeigt. Das ist auch gar nicht gewollt.

Sie befassen sich bei imb: troschke im Augenblick konzentriert mit dem Blog des Unternehmens…

Ich analysiere den Blog im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit. Ich schaue, welche Beiträge besonders erfolgreich sind, an welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten Besucher besonders stark auf welche Beiträge zugreifen. Ich untersuche – mit der Hilfe entsprechender Softwareprogramme – wie lange Besucher auf bestimmten Beiträgen verweilen. Das ist alles sehr interessant und sehr komplex. Dabei müssen viele Zahlen und Daten analysiert werden. Mir macht das Spaß. Ich denke, meine Arbeit wird helfen, das Online-Marketing von imb: troschke noch weiter zu verbessern.

Das Gespräch führte Elke Kaltenschnee

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Inspirationen

Inspirierende Märklinmoderne

Wir sind Spezialisten für kleine Messestände. Dabei ist „klein“ nicht als Synonym für „gering“ oder gar „beschränkt“ zu verstehen. Kleine Messestände zu bauen, die Kunden auf kleinem Raum alles bieten, was sie wünschen: Das ist eine Kunst.
Wie großartig „klein“ auf einer ganz anderen Ebene sein kann, zeigt zurzeit eine Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt. „Märklinmoderne. Vom Bau zum Bausatz und zurück“ heißt sie und präsentiert im Maßstab 1:87 visionäre 60er Jahre-Architektur. Moderne en miniature im Wortsinn.

Im Museum am Schaumainkai wird deutlich, wie sich die Baukunst der Nachkriegszeit und die Modelleisenbahn-Bausätze gegenseitig inspirierten. Großformatigen Fotografien der realen Gebäude sind Minibauwerke gegenübergestellt. Für den Betrachter bedeutet dies einen fortlaufenden Perspektivwechsel: vom Kleinen zum Großen und zurück. Inspirierend das Spiel mit Architektur und Design, faszinierend die offenbar werdende Liebe zu den Details.

Uns von imb: troschke gefällt die Ausstellung ausgezeichnet, weil sie interessante Querverbindungen schafft und den Anstoß gibt, anders zu denken. Raum ist keine Frage von Platz. Man muss Raum nur geschickt zu nutzen wissen. Mit ebenso klugen wie ausgeklügelten Konzepten.

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Messen

Die neue CEBIT: Ein Konzept mit Zukunftspotential?

Erstmals nach einigen Jahren rückläufiger Zahlen wurde das Konzept der einst weltweit größten Computermesse komplett umgekrempelt und zum Teil in eine Art Festival verwandelt. Davon wollten wir uns natürlich persönlich überzeugen und ich – die duale Studentin von imb: troschke – habe mich auf den Weg nach Hannover gemacht.

Ich begann meinen Rundgang in der Halle, wo es um die Future Mobility ging. Als erstes fiel mir direkt auf, dass die Hallenfläche nicht komplett, sondern lediglich im vorderen Teilbereich genutzt wurde. Neben Volkswagen fehlte es an weiteren namhaften Automobilherstellern. Für diese Branche scheint die CEBIT keine Plattform mit Potential zu sein. Auch andere große Unternehmen der IT-Branche waren dieses Jahr nicht vertreten – aber wer weiß, was die Zukunft bringt?

Als ich weiter durch die Messehallen lief, begegneten mir diverse Lösungen für digitale Prozesse, Vereinfachungen für die verschiedensten Bereiche und der ständige Begleiter waren Worte wie Digitalisierung, Innovation und Zukunft.
Nicht nur die CEBIT hat ihr Konzept grundlegend überarbeitet, auch das Unternehmen DATEV veränderte seinen Messe-Auftritt. Bei dem Rundgang durch die Messehallen ist mir dieser Stand besonders aufgefallen. Kaufmännische Prozesse wurden hier mit einem digitalen interaktiven Erlebnisparcours abgebildet und erlebbar gemacht. Sehr ansprechend mit kleinen Häuschen umgesetzt – so machen Messestände Spaß.

Das vorher angepriesene Highlight habe ich mir für den Schluss aufgespart. Auf einer Freifläche zwischen den Messehallen bot die CEBIT erstmals die Möglichkeit für Konzerte, Veranstaltungen sowie Präsentationen. Bei Intel konnte auf einer künstlichen Welle gesurft werden – nass wurde man allerdings trotzdem, wenn man das Board nicht beherrschen konnte. IBM nahm das „Kommunizieren in der Cloud“ direkt wörtlich und es fanden in luftiger Höhe Gespräche statt. Auch bei dem Software-Konzern SAP ging es hoch hinaus – hier allerdings in der Gondel eines Riesenrads, welche meiner Meinung nach noch stärker für die Marke SAP und deren Portfolio hätte genutzt werden können. Von dort aus hatte man einen hervorragenden Blick auf das ganze Messegelände und darüber hinaus. Auch die langen Schlangen vor den Foodtrucks waren von dort aus gut zu beobachten.

Mein Fazit: Einige Unternehmen haben sich dem neuen Konzept bereits angeschlossen und neue Wege eingeschlagen. Die CEBIT zu einem Festival zu machen und das Erlebnis in den Vordergrund zu stellen, gelingt zumindest schon teilweise. Ich denke, das ganze Konzept hat Zukunftspotential, wenn noch mehr Unternehmen diesen Schritt wagen und die Idee der Neuausrichtung der CEBIT weiterentwickelt wird.

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Einblicke

Ein Messestand mit Stil

Stil ist Ausdruck einer inneren Haltung. Wer Stil sagt, denkt an Respekt, Wertschätzung, Anstand und ja, auch das: an Moral. Das macht das Äußere keineswegs bedeutungslos. Stil ist sowohl eine ästhetische als auch eine ethisch-moralische Größe. Jemand mag sich noch so perfekt kleiden, wenn sein Handeln respektlos oder gar unanständig ist, bleibt sein Stil schlecht.
Notizen eines Gesprächs zwischen Andrea Walburg und Elke Kaltenschnee

Der Spirit
Andrea Walburg: Stil ist, Dinge zu bewahren und zu respektieren. Randolph Maurer und ich sind zugleich Inhaber und Lenker des Unternehmens imb: troschke. Ich lege Wert auf ein respektvolles, aufmerksames Miteinander. Außerdem versuche ich, meine Liebe für schöne Details vorzuleben. Dazu gehört für mich auch, dass in unseren Räumen immer frische Blumen stehen. Das ist eine Wertschätzung für alle, die hier arbeiten, und für jeden, der in unser Haus kommt.
Die Ausstellung im Foyer ist ebenfalls Ausdruck unseres Anspruchs an die Unternehmenskultur. Wir möchten, dass man sieht, wofür wir stehen und womit wir uns beschäftigen. Es soll eine Inspiration sein. Jeder, der offen genug ist, kann diese Inspiration mitnehmen.

„Pitch-Kultur“ ist ein Oxymoron
Respektvoller Umgang miteinander ist in der Wirtschaft und Gesellschaft keine Selbstverständlichkeit mehr. Zu sehr ist jeder getrieben, das beste und günstigste aus allem herauszuholen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Betrachten wir zum Beispiel die sogenannte Pitch-Kultur. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Auftraggeber mehrere Dienstleistern für ein Produkt X anfragt, um sich für den günstigsten bei gleicher Qualität zu entscheiden.
Aberwitzig ist jedoch, wie Pitches heutzutage eingesetzt werden. Selbst Kreativleistungen werden als Produkt degradiert und ebenso im großen Maße ausgeschrieben. Per email ohne weitere persönliche Kenntnis der Protagonisten. Soll das auf Dauer funktionieren? Das Wort „Pitch-Kultur“ ist deshalb für mich ein Oxymoron, ein Widerspruch in sich.

Jeder ist anders
Neben dem Stil des Hauses, der gemeinsame Werte umfasst, bringt jeder seinen persönlichen Stil in die Zusammenarbeit ein. Jeder von uns ist anders, hat einen anderen Stil und andere Kunden, die zu ihm oder zu ihr passen.

Stil und Form
Elke Kaltenschnee: Schreiben wir einem Menschen Stil zu, erwarten wir, dass er Regeln und Konventionen einhält, die Klaviatur des sozialen Miteinanders beherrscht. Pünktlichkeit, Ordnung, Höflichkeit, Ehrlichkeit, Achtsamkeit mögen für manche spießig sein. Für unser Unternehmen und für uns sind sie selbstverständlich. Gute Umgangsformen und gutes Benehmen sind schließlich das Schmiermittel des sozialen Miteinanders.

Selbstachtung
Stil erfordert nicht nur Achtung und Wertschätzung für andere, sondern auch Selbstrespekt und Selbstachtung. Wer könnte andere respektieren, wenn er mit sich selbst im Unreinen ist? Die innere Haltung, die sich im äußeren Erscheinungsbild manifestiert, wirkt vertrauensschaffend auf unser Gegenüber.

Was Stil mit Philosophie zu tun hat
Jemand der Stil hat, folgt der Erkenntnis des Philosophen Immanuel Kant: „Was du nicht willst, das man dir tu‘, das füg‘ auch keinem andern zu.“ Mit diesem Satz im Kopf, handelt der Mensch mit Stil ethisch, moralisch, den Menschen zugewandt. Dazu ist Fingerspitzengefühl notwendig. Das sklavische Befolgen von Regeln und Konventionen nur um ihrer selbst willen weist eher den Formalisten aus als einen Menschen mit Stil. Der Zweitgenannte betrachtet Regeln und Konventionen, klopft ihren Sinn und Nutzen ab. Wenn für gut befunden integriert er sie in sein Wertesystem. Der Vorwurf, er hänge opportunistisch sein Mäntelchen in dem Wind, ist fehl am Platz. Die beschriebenen Tugenden gepaart mit der Überzeugung, dass man Menschen mit Achtung begegnet und ihnen Beachtung schenkt, sind ihm unverrückbare Grundsätze. All das macht seine Authentizität und seine Individualität aus.

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