Archiv der Kategorie: Messearchitektur

Messearchitektur

Im Gespräch: Kusch+Co zur Orgatec 2018

Kusch+Co stellt seit sechs Jahren erstmals wieder auf der Orgatec in Köln aus.
Wir von imb: Troschke haben dies zum Anlass genommen, mit Tommy Rube, Ressortleiter Marketing bei Kusch+Co, über Marke und Markenführung auf Messen, über Wirkung und Botschaft am Messestand zu sprechen.

#Herr Rube, in welchen Märkten agiert Kusch+Co?

Tommy Rube: Wir decken das Feld „Objektmöbel“ ab. Seit ein paar Jahren konzentrieren wir uns ganz gezielt auf drei spezielle Marktsegmente: Segment Eins ist das Gesundheitswesen oder wie man heute sagt – „Health“. Das zweite Segment ist „Transport“. Hier statten wir vor allem Flughäfen, aber auch Kreuzfahrtterminals und Bahnhöfe mit Objektmöbeln aus. Unser drittes Marktsegment ist „Office“, wobei Büroausstattung mehr ist als Arbeitsplatz mit Drehstuhl. Hier geht es um Konferenz-, Pausen- oder Meetingräume, ja auch um die sogenannten Break-Out-Areas. Es geht um Empfangs-, Foyer- und Seminarbereiche.

Isabel Häffner: Für Messen heißt das, es müssen sehr unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden, sodass die Messearchitektur für jede Veranstaltung ein angepasstes Standkonzept erfordert.

#Was macht Kusch+Co aus?

Tommy Rube: Wir sind ein Familienunternehmen in der dritten Generation, seit 80 Jahren am Markt. Die Präsenz von zwei Generationen einer Familie in einem Unternehmen ist heutzutage etwas Besonderes. Bei uns ist es gelebte Realität, genauso wie der persönliche Kontakt, den die Familie mit den Mitarbeitern pflegt und die Offenheit gegenüber den Partnern, mit denen wir zusammenarbeiten.

Isabel Häffner: Die Herausforderung am Messestand ist, dass diese Kultur des Vertrauens und die Werte, die das Unternehmen nach innen und außen vertritt, sichtbar werden.

#Warum wieder auf die Orgatec ?

Tommy Rube: Die Orgatec war in diesem Jahr für uns interessanter als in den Jahren zuvor. Neben neuen Produkten wollten wir der Branche die Neuigkeiten rund um unser Unternehmen und unseren Markenauftritt vorstellen. Dafür bot sie sich als wichtigste internationale Leitmesse rund um moderne Arbeitswelten geradezu an.

#Welche Produktneuheiten haben Sie auf der Orgatec vorgestellt?

Tommy Rube: Wir haben in diesem Jahr drei Neuentwicklungen präsentiert: das Tischsystem Creva desk und unsere neue Soft Seating-Lösung Creva soft, beides Entwürfe von kaschkasch, einem jungen Designteam aus Köln. Dazu ein neuer Holz-Stuhl, Embla, entwickelt von Antonio Scaffidi aus Dänemark. Die neuen Kollektionen haben wir auf der Messe mit Bekanntem aus unserem Portfolio sinnvoll kombiniert.
#Was macht die Besonderheit der Soft Seating-Produkte aus?

Tommy Rube: Creva soft ist ein komfortables Sitzmöbelsystem. Es ist ein Baukastensystem, das ganz flexibel auf individuelle Bedürfnisse hin gebaut werden kann. Man kann mit diesen Objektmöbeln Bereiche abschotten, in denen vertrauliche Gespräche geführt werden sollen oder Ruhe gewünscht ist, und Bereiche öffnen, wo Offenheit, Freiraum benötigt wird.
Das Tischsystem Creva desk ist so gestaltet, dass es zu Creva soft sinnvoll ergänzt und in Kombination eingesetzt werden kann.

Neben Flexibilität und Ergonomie ist auch der Nutzen und die Funktion von Möbeln inzwischen für unsere Kunden enorm wichtig. Hier spreche ich vor allem von einer Elektrifizierung der Möbel. Creva soft zum Beispiel verfügt nach Wunsch über USB-Ports und Steckdosen.
Um diesen zusätzlichen Nutzen in den Möbeln bieten zu können, müssen wir zusätzliche Richtlinien und Vorgaben für elektrische Einbauten einhalten. Aber das ist die Zukunft!

Isabel Häffner: Mit diesen neuen Produkten wird deutlich, wie Kusch+Co auf die Veränderungen der Arbeitswelt reagiert. Diesen Wandel zu begleiten ist für uns Antrieb und Herausforderung. Indem wir die Ziele gemeinsam definieren und kreative Ansätze ausloten, entwickelt sich die Markenarchitektur Schritt für Schritt.

#Kusch+Co Im Wandel?

Tommy Rube: Wir haben in den letzten Jahren firmenintern immer wieder darüber diskutiert, unser Firmenlogo zu ändern. Doch es war klar, dass es nicht bei einer reinen Änderung des Corporate Designs bleiben dürfte, sondern dass es vielmehr um die Corporate Identity gehen würde. Es sollte ein großer Wurf werden, bei dem wir als Unternehmen definieren müssen: Woher kommen wir? Wohin wollen wir gehen? Was ist unsere Vision? Wofür stehen wir? Welche Werte sind uns wichtig?

Isabel Häffner: Uns muss es gelingen die Corporate Identity authentisch in die 3. Dimension zu transportieren und spürbar werden zu lassen. Die Marke muss erlebbar sein, der Anspruch an Qualität und Präzision in den Details erkennbar sein.

#Reden wir über Ihren Claim „shaping the way we sit“

Durch die intensive Beschäftigung mit uns und unserem Markenkern haben wir unsere Markenwerte „aufmerksam“, „mutig“ und „präzise“ entdeckt und unsere neue Markenvision definiert. Wir verstehen uns als diejenigen, die das Sitzen und seine Gelegenheiten immer wieder ein Stück neu erfinden: Das ist unser Antrieb – Tag für Tag. In einem Satz: shaping the way we sit.

#Was hat das neue CI von Kusch+Co für das Standkonzept der Orgatec bedeutet?

Tommy Rube: Wir wollten auf der Orgatec die Emotionalität unserer Produkte zeigen, denn auch diese gehört zu unserer Corporate Identity. Wir wollten die Botschaft transportieren, dass wir „Lösungen mit Seele“ kreieren und anbieten. Deshalb haben wir Menschen und ihre individuelle Art, auf einem unserer Stühle zu sitzen, präsentiert. Emotionale Bilder sollten den Stand prägen – und das ist gelungen. Uns war vor der Messe schon klar, dass die ganze Branche auf uns schauen würde: zum einen, weil wir zweimal nicht teilgenommen haben und zum anderen, weil viele gespannt waren auf das Neue. Die Botschaft sollte deshalb auch sein: Kusch+Co is back!

Das Gespräch führte Elke Kaltenschnee

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Messearchitektur

Zentrale Entwicklungen im Messe Design

Ausstellungstrends kommen und gehen, doch bei der Inszenierung von Marken auf Messen bleibt ein Bestandteil stets der gleiche: die Kommunikation im Raum mithilfe von Design und Architektur. Natürlich führt auch hier die Digitalisierung zu Veränderungen.

Informationstechnologien rücken in der Messebranche immer stärker in den Fokus. Sie werden Teil der Markenkommunikation. Zu Recht ist im Trendbericht „Exhibition Design“ deshalb von „Mediatektur statt Architektur“ die Rede: Allenthalben wird der reale Messeraum um virtuelle Räume erweitert. Auf der Ebene der Messeveranstalter gewinnen Big Data, Blogs, Apps und Internetplattformen an Bedeutung.
Der Transformationsprozess, in dem sich Wirtschaft und Gesellschaft befinden, eröffnet vor allem jenen große Chancen, die begreifen, dass sich durch ihn Kommunikation und Kommunikationsverhalten grundlegend verändern. In der Messearchitektur wird es darum gehen, die Veränderungen zu nutzen – und zwar für individuelle, ganzheitliche, aber auch effiziente Kommunikationskonzepte.

So vielfältig die Möglichkeiten von Mediatektur, Kommunikationsarchitektur und Digitalisierung, von Big Data, Infotainment und Augmented Reality auch sein mögen, können sie das persönliche Gespräch und den Informationsaustausch zwischen Ausstellern und Besuchern nicht ersetzen. Sinn und Zweck eines Messeauftritts bleibt, Marke, Produkt, Technologien und Menschen zusammenzuführen – und zwar konsequent ausgerichtet auf die Unternehmens- und Markenziele.

Hierzu passt, dass die Trendstudie steigendes Verantwortungsbewusstsein und Bodenständigkeit bei der Gestaltung von Messeauftritten ausmacht. Markenkommunikation soll nachhaltig sein. Diesen neuen Trend leben wir als Unternehmen seit langem.

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Messearchitektur

Ein Messestand als Spielplatz der Ideen

Unter dem Motto Rise and Shine hat die w-tec AG seine Besucher auf der Light + Building 2018 begrüßt. Grenzenlose Möglichkeiten der smartengine-Technologie konnten auf dem farbenfrohen Spielplatz entdeckt werden .

smartengine nutzt patentierte Sensoren, um herstellerunabhängig LED-Leuchten mit gefahrloser Kleinspannung unterbrechungsfrei zu versorgen und über ein einziges Datenkabel intelligent zu vernetzen (Internet of Things). Die Technologie ersetzt herkömmliche Strominfrastruktur und komplexe Bussysteme für Licht. Gleichzeitig erfassen Sensoren an jeder Leuchte Helligkeit, Temperatur und Anwesenheit – und liefern diese Daten in Echtzeit an die smartengine.

Vernetzung von Räumen und Gebäuden über Sensoren ermöglicht einen realen Gesamtblick auf die Nutzung einer oder mehrerer Immobilien in Echtzeit. So können präzise Einspar- und Nutzungsstrategien erstellt, schnell und gezielt umgesetzt werden.
http://www.wtec.ag/en/smartengine/technology

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Messearchitektur

Einrichtungskompetenz Health

Mit mehr als 5.100 Ausstellern aus 70 Nationen in 17 Messehallen ist die MEDICA die größte Medizinmesse weltweit. Kusch+Co hat an diesem erstklassigen Event 2017 wieder mit einem eigenen Standkonzept teilgenommen und seine Kunden nach Düsseldorf eingeladen.

Für alle Bereiche in Krankenhäusern, Pflege- und Seniorenheimen, Ärztezentren und Praxen bietet Kusch +Co Sitzmöbel und Tische aus Metall und Holz. Ergänzt wird dieses Portfolio durch „Solutions“ zu den aktuellen Themen Hygiene, Fire Prevention, Bariatric Seating und Reduced Mobility.

Ein klarer Messeauftritt der die Einrichtungskompetenz von Kusch+Co klar kommuniziert und offen zu Gesprächen einlädt.

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Einblicke Messearchitektur

Design Thinking. Anders denken, anders arbeiten

Design Thinking soll zum Lösen von Problemen und zur Entwicklung von Ideen führen. Hinter dem Begriff steckt die Annahme, dass sich Ideen besser entwickeln lassen, wenn Menschen aus unterschiedlichen Fachgebieten kreativ zusammenarbeiten. Design Thinking ist – wie der Name schon vermuten lässt – an die Arbeitsweise von Designern angelehnt, die entwerfen, verwerfen, gestalten, vorantreiben, verfeinern und ausführen. Das Konzept beinhaltet also den kreativen Prozess und beschreibt eine innovative Denkmethode. Große Unternehmen und Verwaltungsapparate müssen sich diesen Prozess erst noch zu Eigen machen. Ob er bei unseren Messearchitekten bereits zum Alltag gehört, wollen wir von den beiden Architektinnen Claudia Menzel und Isabel Häffner wissen.

#Lässt sich die Idee des Design-Thinking auf die Zusammenarbeit mit Ihren Kunden anwenden? Falls ja, inwiefern?


Claudia Menzel:
Es ist der Idealfall, wenn wir so arbeiten können. Dazu gehört das Vertrauen der Kunden, die Zeit in Gespräche und gemeinsame Entwicklung zu investieren. Wenn wir zusammensitzen und in guter Atmosphäre einfach Ideen wertfrei zusammenwerfen und verwerfen können. Das Knowhow der Kunden, die ihre Produkte und deren Vorzüge am besten kennen, ist wichtig, um die Bedürfnisse zu verstehen und den Ablauf auf dem Stand optimal zu unterstützen.

Isabel Häffner: Oft ist es sogar hilfreich, wenn wir als Fachfremde das Produkt im Gespräch verstehen lernen. Um dem Kunden zu spiegeln, welche Informationen ein Außenstehender zunächst braucht. Manchmal sind es ganz banale Fragen, die zum Kern führen und dem Kunden helfen, sein Alleinstellungsmerkmal auf dem Stand herauszustellen. Langjährige Beziehungen zu unseren Kunden helfen natürlich, da auch von Veranstaltung zu Veranstaltung weitere Optimierungen möglich sind. So haben wir die Chance, auf die Reaktionen in der Praxis zu reagieren und uns gemeinsam weiterzuentwickeln.

#Ist eine gute Atmosphäre, in der sich alle wohlfühlen, wichtig, um gemeinsam ein Projekt zu realisieren?

Claudia Menzel: Unbedingt! Für uns gehört die Begegnung auf Augenhöhe dazu, gerne nutzen wir persönliche Treffen, um in angenehmem Rahmen bei einem guten Kaffee gemeinsam Dinge zu erarbeiten oder weiterzuentwickeln. Da ist es auch mal möglich, auf den ersten Blick absurde Ideen in den Raum zu stellen und laut nachzudenken. Oft entwickeln sich dabei wie in einem Ping-Pong-Spiel die Ideen weiter.
Isabel Häffner: Gutes, vertrauensvolles Miteinander ist die Basis, um Dinge auch mal kritisch hinterfragen zu können und somit das Projekt gemeinsam weiterbringen zu können.

#Was tun Sie – im Kleinen wie im Großen –, um Ihre Kunden glücklich zu machen?

Claudia Menzel: Wir schätzen es besonders, wenn wir ein gutes Verhältnis zu unseren Kunden entwickeln, in dem wir auch persönlich eine gute Ebene finden. Da hat man auch Zeit für ein paar private Worte abseits des Messegeschäfts. So lernt man im Idealfall auch die Wünsche und Sorgen unserer Kunden kennen und kann auch Aufgaben abnehmen, die außerhalb des Standard-Repertoires liegen. (lacht) Zum Beispiel einen Heizstrahler für besonders zugige Aufbautage besorgen. Letztendlich macht uns ein Punkt eigentlich immer gemeinsam glücklich: Wenn ein schöner Stand entsteht, der gut funktioniert.

Isabel Häffner: Unser Kunde soll mit jedem noch so ungewöhnlichen Problem zu uns kommen können und sich dann gut beraten und betreut fühlen.

#Was verändert sich Ihrer Meinung nach, wenn man nicht wie ein Ingenieur oder Controller, sondern wie ein Designer denkt?

Claudia Menzel: So ganz ausschalten kann ich die anderen Rollen wohl nie, weil die Umsetzung und das Budget immer auch Teil der Aufgabe sind. Mit Funktionalität, Ästhetik und einem stimmigen Gesamtbild erreicht man im Idealfall aber eine andere Ebene, auf der Kompromisse gefunden werden können.

Isabel Häffner: Es gehört für mich als Designer unbedingt dazu, meinen Kunden auch in Bezug auf sein Budget, auf Kosten und Nutzen zu beraten, daher ist dieser Bereich immer im Prozess involviert.Design Thinking fordert eine stetige Rückkopplung zwischen dem Entwickler einer Lösung und seiner Zielgruppe.

#Hand aufs Herz: Was halten Sie von einem Trend wie diesem?

Claudia Menzel: Ich will es gar nicht als Trend bezeichnen. Es ist keine kurzlebige Erscheinung. Der Begriff beziehunsweise die Benennung des Prozesses als Design Thinking ist aktuell weiterverbreitet als früher; das Prinzip wird aber in vielen Bereichen schon lange angewendet. Ohne Rückkopplung zwischen Kunden und Entwickler stehen die Chancen einfach deutlich schlechter, genau den Geschmack zu treffen und alle Eckdaten zu berücksichtigen.

Lektüretipp

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Messearchitektur

Die Komposition der Markenarchitektur

Jeder Komposition liegt ein formaler Aufbau zugrunde, der verschiedene Gestaltungselemente verwendet und zueinander in Beziehung setzt. Dazu gehören Perspektive, Proportionen, gedachte und reale Linien, Symmetrie, Licht und Farben. Körper, Gegenstände oder Personen, werden durch Reihung, Ballung, Gruppierung, Kontraste, Symmetrie oder Asymmetrie angeordnet. Entweder auf einer Fläche, wie in der Malerei, oder im Raum, wie etwa in der Architektur. Mit Hilfe der Gestaltungselemente wird Aufmerksamkeit gelenkt.

Peter Paul Rubens, einer der bedeutendsten Maler des Barocks, setzte in seinen Werken zum Beispiel Licht und lebendige Farbigkeit ein und schuf dynamische, hochdramatische Bilder. Der Raum auf seinen Gemälden unterliegt einer strengen, wohlüberlegten Ordnung. Alle verwendeten Gestaltungselemente sind perfekt ausbalanciert. Deshalb ziehen seine Werke die Betrachter noch heute in ihren Bann. Seiner Zeit und ihrem #zeitgeist entsprechend wählt der Maler religiöse und antike Sujets sowie eine allegorische Bildsprache.

Ausstellungstipp: Rubensausstellung in Frankfurt

Wir komponieren Ihren Messestand. Nach Ihren Vorstellungen.

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Messearchitektur Messekommunikation

#4 Wackaging. Eine neue Art von storytelling?

In Großbritannien sind bekloppte (wacky) Verpackungen (packaging) schon länger bekannt als bei uns. Der Autor Will Coldwell hat bereits vor vier Jahren in der britischen Tageszeitung Independent einen Artikel über eben jenes „Wackaging“ geschrieben und auch die Wochenzeitung DIE ZEIT hat sich mit dem Thema befasst:

Der smarte, wenn auch nicht mehr ganz taufrische Content-Marketing-Trend will Kunden ganz persönlich ansprechen. Gefühle wecken, Bindung an das Produkt und die Marke schaffen. Im Lebensmittelhandel nimmt die Zahl bunt verrückter, ungewöhnlich designter Verpackungen zu: Der Kunde wird vom Joghurt geduzt oder vom Smoothie im Kühlregal mit Sprechblasen angequatscht. Der Duktus ist flapsig oder kindlich: „Nix, nada, no“ an Zusatzstoffen in diesem Milkshake, „Hello my name ist cookies and cream. I’ll make your tummy yummy“ in der Süßwarenabteilung.

Kann „Wackaging“ für uns als Messekommunikationsexperten ein Input sein? Nun, ein Messeauftritt ist eine Form der Verpackung. Zunächst wird die Botschaft einer Marke auf ihren Kern reduziert. Dieser Markenkern wird das Herzstück des Messeauftritts, den wir gestalten – und zwar so, dass er unseren Kunden und deren Kunden emotional packt. Mitten ins Herz trifft. Wenn „Wackaging“ zu einem Kunden passt, kann es eine ausgezeichnete Möglichkeit für die Gestaltung einen Standes sein. Doch wer keine böse Überraschung erleben möchte, muss genau überlegen, ob er seine Zielgruppe derart frech und frisch ansprechen kann. Der Grat zwischen spaßig und aufdringlich ist schmal. Passt der Trend zu unserem Partner und seiner Marke, sind wir Verpackungskünstler zur Stelle. Schließlich heißt es zu Recht: Gut verpackt ist halb verkauft.


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Messearchitektur Messekommunikation

#3 Storytelling für Markenräume

Es war einmal eine schneeweiße Tasse… So beginnt eine der 36 Geschichten, die wir in der Ausstellung #cuptales erzählen.

Dabei setzen wir auf 36 kleinen Bühnen jeweils eine Tasse fantasievoll in Szene. Jede Tasse hat ihre eigene Geschichte. Keine Geschichte ist wie die andere. Mit dieser Ausstellung wollen wir beweisen, dass man eine Vielzahl an Geschichten erzählen kann, selbst wenn man sich auf einen einzigen, schlichten Gegenstand beschränkt. Wir zeigen, dass sich jede Idee verwirklichen lässt, wenn man Fantasie, Offenheit und Mut Raum gibt, um sich frei zu entfalten. Die Ausstellung #cuptales ist keineswegs putzige Spielerei unserer Architektinnen und Designer, sondern Metapher für unseren Anspruch an gelungene Messekommunikation.

Nichts ist unmöglich, wenn man miteinander redet und offen für neue Ideen ist. Wir wollen, dass unsere Kunden uns erzählen, warum gerade ihre Marke einzigartig ist. Diese Geschichte der Einzigartigkeit erzählen wir weiter. Nicht allein mit Worten, sondern indem wir sie als Messeauftritt auf eine neue Ebene heben. Wir visualisieren Ihre Geschichte.

P.S. #cuptales ist ausgezeichnet. Mit dem German Design Award.

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Messearchitektur Messekommunikation

#2 Szenografie & Storytelling?

Mapping ist digitales Storytelling. Zu erleben beispielsweise während der alle zwei Jahre stattfindenden Luminale in Frankfurt . Selbst erlebt vor ein paar Jahren an einem lauen Sommerabend im späten Abendlicht in der Altstadt von Brügge. Faszinierend, wenn Bauwerke und Fassaden zur Leinwand werden, auf der digitale Geschichten erzählt werden.



Bei Tageslicht oder in hellem Hallenlicht kann Mapping seine beeindruckende Wirkung nicht voll entfalten. Auf Messen kommt diese vielschichtige Gänsehaut-Technologie deshalb nur mit einigen Einschränkungen zum Einsatz. Dennoch kann Mapping ein passendes Mittel der Messe- und Markenkommunikation sein. Dazu muss es gelingen, den Markenkern konzentriert herauszuarbeiten und dieses Konzentrat ins Digitale zu übersetzen. Mit unserer Installation „Open your mind“ ist uns genau das gelungen: Wir haben den Markenkern von imb: troschke auf diese Weise visualisiert – und zwar lange bevor Digitalisierung oder der Einsatz digitaler Medien in aller Munde waren.

Herausgekommen ist eine zauberhafte Synthese aus Realität und Projektion, Abstraktion und Sinnlichkeit. Gefertigt ist sie aus weißen Papier, komplexen Klängen, inspirierenden Lichteffekten, Farben und wohlgesetzten Worten. Aus diesen Zutaten entsteht eine filigrane Installation, die unserer Werte widerspiegelt. Wir erzählen, wie wichtig uns eine harmonische Zusammenarbeit mit unseren Partnern ist, wie aus Geistesblitzen Ideen entstehen, dass Marken von den Gefühlen leben, die sie wecken, und dass nicht nur das große Ganze perfekt sein muss, sondern auch die Details.

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Messearchitektur

Kampagnen und ihre Messestände

Im Jahr 2012 ist der Zeitung Die Welt ein großer Wurf gelungen. Mit einer Markenkampagne zu dem seit vielen Jahren existierenden Slogan „Die Welt gehört denen, die neu denken“ hat die Agentur Oliver Voss die Digitalisierung des Springer-Mediums begleitet. Die Kampagne war farbenfroh, plakativ und sehr einprägsam. Welt-Redakteure kamen zu Wort und erklärten, was sie antreibt, für die „Welt“ zu schreiben. Alan Posener wurde mit den Worten zitiert: „Die Welt gehört denen, die lauter denken als schreien“, Dorothea Sims mit „Die Welt gehört denen, die Hirn haben und Stirn bieten“ und Robin Alexander mit „Die Welt gehört denen, die nicht nach links oder rechts denken, sondern nach vorn.“

Die denkwürdige crossmedial angelegte Kampagne findet sich in aller Stringenz in dem von uns geplanten und gebauten Welt-Messestand wieder. Vielfarbig, lebhaft, ja fröhlich greift der Messeauftritt mit seinen Motiven die Digitalisierung auf. Sowohl grafisch als auch inhaltlich – und natürlich digital.

Mit dem Zusammenführen der Marken Welt und N24 zu WeltN24 (im Sommer 2014 zu einem Unternehmen verschmolzen und seit Herbst 2015 journalistisch unter einem Dach) wurde die Corporate Identity an die neuen Gegebenheiten angepasst.

Der unternehmerischen Veränderung trägt der neue gestaltete Messestand Rechnung. Die Grafik wurde komplett überarbeitet. Statt bunt und knallig präsentiert sich WeltN24 seriös, fast streng. Fotos durchbrechen die Strenge bildgewaltig und emotional. Das Digitale bleibt im Fokus und wird beispielsweise durch größere Screens verstärkt.

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